Frauen, Kinder, Männer schützen! Helfen Sie mit, Druck aufzubauen!
Armee-Munition Zuhause im Schrank haben? Gefahren für alle erhöhen? Gewalttaten oder Tötungsdelikte mit Schusswaffen in Kauf nehmen? NEIN!
Sehr geehrter Herr Ständerat Brüngger
Sehr geehrter Herr Ständerat Germann
Aktuell finden in der ganzen Schweiz die 16 Tage gegen Gewalt an Frauen statt, die auf die geschlechterspezifische Gewalt aufmerksam machen und Massnahmen dagegen fordern. Doch anstatt diese Tage zum Anlass zu nehmen, griffige Massnahmen oder mehr Ressourcen für die Bekämpfung von Gewalt an Frauen zu fordern, entscheidet der Ständerat am 3. Dezember darüber, ob Angehörige der Armee künftig wieder Taschenmunition zu Hause aufbewahren dürfen.
Sagen Sie NEIN!
Wir bitten Sie eindringlich, dieser Motion nicht zuzustimmen. 2007 hat das Parlament aufgrund von Tötungsdelikten und Selbstmorden, die mit Armeewaffen verübt wurden, beschlossen, dass auf die Heimabgabe von Taschenmunition verzichtet werden soll. Dass nun dieser Entscheid rückgängig gemacht werden soll, zeigt, wie wenig der Sicherheitspolitischen Kommission des Ständerats die physische und psychische Sicherheit der Menschen in unserem Land wert ist – insbesondere jene von Frauen und Kindern.
Frauen, Kinder, Männer schützen!
Die Wiedereinführung der Taschenmunition ist sicherheits- und gesellschaftspolitisch ein gefährlicher Rückschritt. Sie erhöht die Risiken für häusliche Gewalt, Suizide und Eskalationen im privaten Umfeld. Gleichzeitig trägt dieser Vorstoss nichts zur Sicherheit der Schweiz bei. An der aktuellen Bedrohungslage ändert sich durch die Heimbabgabe von Taschenmunition absolut nichts, die Handlungsfähigkeit der Armee wird nicht gestärkt. Munition in privaten Schränken und Schubladen bringt deshalb nicht mehr Sicherheit; ganz im Gegenteil: Sie führt zu mehr Gewalt, Drohungen und Suiziden.
Unsere Erwartung
Wir appellieren an Sie als Vertreter unseres Kantons, im Ständerat ein klares Nein zu dieser Motion auszusprechen. Ein Nein ist ein Bekenntnis zu einer zeitgemäss ausgerichteten Armee – und zu einer Gesellschaft und Politik, die Gewalt (besonders gegen Frauen) nicht verharmlost, sondern konsequent bekämpft.
Wir danken Ihnen für Ihre Verantwortung, Ihr Engagement und Ihre sorgfältige Abwägung.
Mit freundlichen Grüssen
Erstunterzeichnende:
Nicole Hinder, Leonie Altorfer, Linda De Ventura, Regula Salathé, Lena Jaquet, Angela Penkov, SP Frauen Schaffhausen
Bereits 10 Personen haben unseren offenen Brief unterzeichnet, machen auch Sie mit. Unterzeichnen Sie jetzt unseren offenen Brief und stoppen Sie mit uns diesen Wahnsinn!